Tag 19: Wasserfälle von Montmorency

Heute fahren wir zu den Wasserfällen von Montmorency, die etwas außerhalb von Quebec liegen und mit dem Status werben, dass sie höher sind als die Niagara Falls.

Wir gondeln mit dem öffentlichen Bus über 27 Haltestellen bis zur Endstation und sind direkt da. Eine lange Schlange, die sich nur sehr langsam fortbewegt befindet sich vor dem Schalter, wir versuchen noch Online Tickets zu bekommen, das gelingt aber nicht oder nur mit einem wahnsinnigen Aufschlag. Dann ruft eine der Verkäuferinnen vom Schalter, dass alle mit Kreditkarte sich direkt an Eingang die Tickets an der Schleuse kaufen können und die Schlange war plötzlich fast aufgelöst. Es gab 8 Ticketautomaten und die Abwicklung ging super schnell, schon waren wir drin.

Wir schauen uns den Wasserfall von oben von einer Fußgängerbrücke aus an und steigen über Treppen an den steilen Felswänden entlang nach unten zu einer Plattform, wo man relativ nahe und im intensiven Sprühnebel an den Wasserfall herankommt. Es ist erstaunlich wie ruhig das Wasser kurz vor und kurz nach dem Wasserfall ist.

Wir spazieren noch ein Stück den Fluss aufwärts, wo der Fluss durch gletschergeformte Felsen fließt. Natürlich ein idealer Platz für ein Stoamandl.

Wieder zurück in Quebec schlendern wir noch etwas durch die Stadt und einen Park und genießen den schönen Tag. Zurück im Apartment registrieren wir, dass das Haus auch eine Dachterrasse hat, die müssen wir natürlich testen.

Nach dem Abendessen geht’s nochmal hoch in die Oberstadt, die anderen wollen den Aufzug nehmen, ich entscheide mich für die Treppen. Wie sich dann herausstellt, hätte sowieso jemand laufen müssen, da die Tickets nur bar bezahlt werden können und für 4 Fahrten hätte es nicht gereicht.

Überhaupt ist das bezahlen hier seltsam. Es kann ja viel mit Kreditkarte bezahlt werden, aber wenn der Betrag über ca. 200€ liegt, wird meist keine mobile Kreditkarte vom Handy akzeptiert, sondern es braucht eine physische Karte. Bei der reicht die Karte ohne PIN und manchmal wollen sie dann noch eine Unterschrift, ohne sie natürlich mit der Karte zu vergleichen. Natürlich bieten sie eine Lösung an, Man splittet den Betrag in kleinere Beträge und bezahlt mehrfach. Was ist da gewonnen?

Tag 18: Quebec

Heute haben wir uns erst einmal aufgemacht zu einem Frühstück außer Haus. Es gab guten Café und Croissants aux Beurre bzw. aux Almandes. Sehr lecker und das bei Sonnenschein im Freien auf einer Terrasse, sehr gemütlich.

Danach spazieren wir durch Quebec, zum Chateaux Frontenac und den großen Terrasen von Dufferin, von denen man einen schönen Blick über die Stadt und den St. Loren Strom hat. Wir sind um das Fort oben auf dem Berg herum gelaufen und ich habe den Weg markiert.

Obwohl wir hier noch einige 100 km vom Atlantik entfernt sind wechselt das Wasser hier von Süßwasser zu salzigem. Auch gibt es hier Gezeiten, mit 3-5 Metern Tidenhub.

Damit wir heute Abend einen Platz zum Essen bekommen, haben wir noch rechtzeitig einen Tisch reserviert. Wir hatten gestern schon gesagt, dass es das bisher beste Essen war, was wir in diesem Urlaub gegessen hatten, heute haben wir das nochmals übertroffen.

Der Abendspaziergang ging dann durch den Hafen.

Tag 17: Wechsel nach Quebec

Heute wechseln wir von Montreal nach Quebec. Wir haben schon vorab Bustickets gekauft, der Bus fährt die 230 km mit zwei Stops. Der Busbahnhof in Quebec für diese Strecke ist in einer Art Tiefgarage mit Wartetetminal und Gates für die nächsten Verbindungen. Unser Fahrer spricht ein Englisch dass wir fast nicht verstehen, aber viel müssen wir auch nicht wissen.

In Quebec kommen wir mit Verspätung, wegen Stau an und fahren mit dem Taxi zu unserer Unterkunft, die sehr zentral im alten Viertel liegt. Da sind schon viele Straßen gesperrt, weil heute Abend die Nacht der offenen Galerien statt finden.

Wir richten uns in unserer neuen Wohnung, die wieder sehr nett ausgestattet ist, ein und machen uns dann auf zu einer erste Tour durch das alte Quebec.

Wie sind überrascht wieviele Galerien sich hier auf engsten Raum befinden, einige sind zwar nur temporär umgestaltete Räume, aber die meisten sind permanent. Es sind viele Leute unterwegs und die Galerien sind gut gefüllt.

Das Essen gehen war Anfangs etwas schwierig, da alle Restaurants, die uns gefallen haben, bereits ausgebucht waren. Wir haben dann aber im oberen Teil von Quebec ein nettes Weinlokal mit Restaurant gefunden, wo wir sehr gut bedient wurden. Danach ging es nochmals durch die Galerien.

Tag 16: Montreal die zweite

Nachdem wir gestern im Vieux Montreal und der City unterwegs waren, geht es heute ins Italienische Viertel mit einem der größten Obstmärkte in Kanada und in das Viertel Mile End, das für seine kleinen Geschäfte und Galerien gelobt wurde.

Den Weg dorthin wollen wir mit der Metro zurücklegen. Dabei sind wir auf ein paar Hürden gestoßen. Als Vorbereitung habe ich Claude gefragt, was die beste Option für ein Ticket mit mehreren Fahrten für 4 Personen ist. Die Antwort war eindeutig, man kauft eine Chip-Karte und lädt sie mit 10 Fahrten auf, die man dann gleichzeitig für 4 Leute nutzen kann. Handy Tickets gibt es nicht.

Die erste Schwierigkeit war dann, dass wir die Metro nur mit Mühe gefunden haben, die Eingänge sind sehr versteckt oder verwinkelt, da muss man wohl wissen wo die sind. Das zweite Problem war, dass die Karte nicht für mehrere Personen gleichzeitig verwendet werden kann. Der Mann am Schalter, den wir fragen, meinte nur: Das kommt davon, wenn man an den Automaten geht und Tickets kauft, statt zu ihm zu kommen und eine kompetente Beratung zu bekommen.

Der Markt beeindruckt mit seiner Fülle an angebotenen Produkten, die wir zum Teil nicht kennen. Tomaten in einer Schale wie Physalis, Pilze in allen Ausprägungen.

Der Spaziergang durch die Viertel war nicht so spannend wie erwartet und wurde zusätzlich durch eine Kaffeepause, wegen Regens, unterbrochen.

Danach ging es mit der Metro zur Ile de Sainte-Hélène, auf der einzelne Pavillons der Weltausstellung von 1967 noch heute stehen. Insbesondere der US amerikanische ist heute ein Wahrzeichen von Montreal. Das Thema war damals sowohl von USA als auch von Russland, der Weltraum und wie man sich Leben im Weltraum vorstellt. Die Kugel hatte ursprünglich eine dichte Hülle, die aber später bei Wartungsarbeiten innerhalb von Minuten abgebrannt ist, der Rest blieb unversehrt. Heute ist dort eine Ausstellung über Biodiversität. Was für ein Signal.

Selbst hier im Park war es schwierig Material für ein Stoamandl zu finden. Ich hab schon mit dem Gedanken gespielt in dem Bassin vor der Kugel unter Wasser zu bauen. Aber dann hab ich doch noch einen Platz und Material gefunden.

Danach gab’s einen Drink in einer Bar und später ein leckeres französisches Abendessen.

Tag 15: Montreal

Heute erkunden wir Montreal. Wir haben eine Wohnung im alten Viertel von Montreal, fast direkt am Wasser. Die Wohnung ist in einem alten Gebäude, die sehr schön renoviert ist, und sie hat eine super Ausstattung. 2 Schlafzimmer eine Küche, Waschmaschine und Wäschetrockner und ein Wohnbereich mit großem Sofa.

Heute Nacht kam um halb eins die Müllabfuhr, da wurde es plötzlich laut für ein paar Minuten.

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Tag 13: Emerald Lake

Heute geht es wieder zurück Richtung Calgary. Unser erster Halt ist der Emerald Lake bei Field. Die Parkplätze scheinen sehr knapp zu sein, so dass wir ein RV in Field stehen lassen und nur mit einem nach oben fahren. Meine Mitfahrer sind skeptisch, dass wir einen Parkplatz bekommen und wollen schon eine Alternative planen. Oben angekommen ist der kleine Parkplatz zwar voll, aber zum Glück darf man auf der Straßenseite nach unten parken und da reihen wir uns in die fast 1km lange Schlange vorne ein. Das hat prima geklappt und alle sind glücklich. Natürlich sind hier wieder richtig viele Leute unterwegs, aber der Blick auf den spiegelglatten See mit türkiser Farbe und dem Bergpanorama unterwegs.

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Tag 12: Golden, Hoodoo Creek

Die Topp Sehenswürdigkeiten sind ausgebucht, das ist der Nachteil der Hochsaison, aber wir Rentner haben keinen anderen Termin gefunden. 藍

Wir entschieden uns zu einer Wanderung zu Erdpyramiden, die wir aus Südtirol schon kennen. Der Hoodoo Trail startet bei einem kleinen Campingplatz, wir parken als einziges Auto auf einem kleinen Parkplatz und wandern gleich in den Wald, in dem noch große Schilder mit Hinweisen für einen großen Campingplatz zu finden sind, der inzwischen aufgelassen wurde. Wir überqueren den Hoodoo Creek und von da aus geht es auf einen sehr steilen und schmalen Pfad nach oben. Die Strömung des Creeks können wir immer hören, auch wenn wir an einigen Stellen sehr weit über den Talgrund laufen.

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