Heute geht‘s zu den Seen Lake Louise und Lake Moraine, sicherlich auch wieder eine sehr touristische Veranstaltung. Wir haben ein Bus Ticket ab 9:40 müssen aber noch ca 65 km fahren. Wir fahren ohne Frühstück los, damit wir etwas flexibler sind.
Wir parken an der Seilbahnstation in einem abgetrennten Bereich für Leute mit Bustickets. Dort frühstücken wir erst einmal gemütlich und beenden unsere Blogeinträge von gestern.
Dann geht’s los mit dem Bustransfer zum Lake Louise, alles sehr gut organisiert und der Busfahrer ist auch der Guide, der uns die Umgebung erklärt.
Der See ist ein Gletschersee und besticht durch seine tolle Farbe. Aber auch durch ein gigantisches Hotel was sie hier mitten ins Naturschutzgebiet gebaut haben.
Nach einer Stunde geht’s weiter zum Lake Moraine. Hier dürfen nur noch Busse fahren, davon aber viele.
Direkt am Anfang des Sees gibt es einen kleinen Berg aus Gesteinsschutt. Da streiten sich die Wissenschaftler, wie der erstanden ist. Von dort aus hat man aber einen perfekten Blick auf den See mit seiner grandiosen Farbe.
Danach wandern wir am Ufer entlang und können uns gar nicht satt sehen. Natürlich muss ich da auch ein Stoamandl bauen und Anna übt auch mit.
Die Zeit ist beschränkt, da irgendwann die Füße zu kalt werden.
Nach einem guten Café geht es wieder zurück zur Seilbahn. Da essen wir noch, bevor es zum nächsten Silverhorn Creek Campground geht.
Heute geht es wieder mit dem Bus los. Frühstück gibt’s im Camper, heute Nacht war es frisch, da wollten alle mehr im warmen sitzen. Danach zur Bushaltestelle innerhalb des Campingplatzes, weil er so groß ist, dass man weit zum Eingang laufen müsste. Der Bus fährt bringt uns nach Banff von dort steigen wir in die Linie 9 um, die uns in einer guten halben Stunde zum Canyon bringt.
Zuerst dachten wir, wir kaufen das Ticket im Bus, bis Sabine registriert, dass andere mit einem Ticket herum laufen. Wir fragen nach und tatsächlich, es gibt einen Automaten.
Wir stellen uns an und verfolgen intensiv, wie die Leute vor uns Tickets kaufen. Es dauert lange und selbst für die, die es schon öfters gemacht haben ist es eine Challenge. Zum Glück kommt eine Hostess, die schon der Person vor uns hilft und bei mir weiter macht. 4 Tickets müssen einzeln gekauft und bezahlt werden, das dauert natürlich. Super günstig sind die Tickets, insbesondere wenn man über 65 ist.
Jetzt kommt die Prozedur für das einsteigen. Es wird eine ordentliche Schlange gebildet, die von der Hostess organisiert wird, dann wird mehrfach gezählt, wieviele schon da sind, dann werden die Tickets geprüft, dann dürfen wir einsteigen, damit du ihr Tickets vom Fahrer kontrolliert werden können. Dann wird wieder gezählt. Jetzt kann’s losgehen.
Am Canyon selbst hat es sehr gewuselt. Es gibt 3 Optionen für eine Wanderung, die sich nur durch die Länge unterscheiden, die unteren Wasserfälle mit 1,2 km, die oberen mit 2,5 km und die Ink Pots mit 5.5 km.
Wir laufen los auf einem schmalen Pfad in einer Schlange die sich nach oben bewegt. Den Photopoint bei den unteren Wasserfällen lassen wir aus, da stehen zu viele Leute an.
Danach wird es schon ruhiger und wir genießen den oberen Wasserfall. Aber bisher war es alles sehr kontrolliert, geteerte Wege mit Gitter links und rechts, das habe ich mir nicht als Kanada Nature vorgestellt. Wir entscheiden, dass wir weiterlaufen zu den Ink Pots.
Jetzt wird es wirklich ruhig, es sind deutlich weniger Wanderer unterwegs, der Weg ist ein Waldweg und wir haben schöne Ausblicke auf die Berge und den wilden Wald, wo die alten abgestorbenen Bäume kreuz und quer liegen und langsam vermodern.
Wir wissen nicht genau was die Ink Pots sind, sind aber je länger der Weg geht mehr gespannt, was uns erwartet. Zuerst sehen wir ein weites Flusstal, das sieht ganz nett aus, aber wir fragen uns wo die Pots sein sollen?
Dann sehen wir sie, es sind kleine Seen, die oberirdisch kaum vom Fluss gespeist werden, dafür drückt etwas Wasser mit Gesteinsmehl an einzelnen Stellen, wie ein kleiner Vulkan nach oben. Die Ink Pots bekommen ihre grüne und blaue Farbe von den Sedimenten.
Endlich kann ich auch mein Stoamandl bauen. Grüße an Ferdi, der gleichzeitig in den Alpen welche gebaut hat.
Dann geht es wieder an den Rückweg, der insgesamt schon sehr viel ruhiger ist. Den Bus zurück verpassen wir leider um ein paar Minuten, dann nutzen wir die Zeit für ein frühes Abendessen mit Fish & Chips. Jochen ist experimentierfreudig und trinkt ein Super Bitter Salted Watermelone Bier, es blieb bei einem. 🤣
Unser Campingplatz ist leider nur ohne Service (Strom, Wasser, Internet), das ist eine Herausforderung für uns und besonders für mich.
Also Handy und Uhr laden geht nur wenn der Generator des Autos läuft und der ist laut und darf nur morgens und abends für kurze Zeit verwendet werden. Aber heute Morgen bin ich früh aufgestanden und hab die Geräte im Waschhaus an eine Steckdose gehängt und draußen bei ersten Sonnenstrahlen gelesen, das war ganz schön frisch.
Danach haben wir eine richtige Touri-Wanderung gemacht. Mit dem e-Bus ging es vom Zeltplatz nach Banff und von dort mit einem weiteren zur Seilbahn auf den Sulphur Mountain. Alles gut organisiert, die Karten bekommt man für einen bestimmten Slot ab wann man sich in die Schlange einreihen kann. Dann geht es in 4er Gondeln nach oben wo uns ein toller Rundumblick über die Berge und den Bow River erwartet. Wir dachten, wir können eine kleine Wanderung oben machen, aber es gibt außer dem Auf- und Abstieg oben nur einen Holzweg mit Stufen zur alten Wetterstation und zurück. Oben ist es recht frisch insbesondere wenn die Sonne hinter Wolken ist. Wieder zurück in Banff empfängt und der Sommer und wir Wechsel zu kurzen Hosen.
Jetzt schlendern wir nach einem Snack und Kaffee noch etwas durch Banff bevor es zurück zum Zeltplatz geht.
Heute Nacht hat es richtig geschüttet, da fühlt man sich im Camper richtig wohl. Es gibt sehr viele Plätze die mit Zelten belegt sind. Aber heute morgen war schon fast alles wieder trocken und wir machen uns auf zu einer kleinen Wanderung.
Die Fahrt geht nach Canmore an einen Stausee. Das Parken mit unseren Campern ist eine kleine Herausforderung, aber bisher klappt es gut, auch wenn wir vorne und hinten oft herausstehen und meistens auch in der Breite den Nebenplatz mitbenutzen.
Der Wanderweg geht Teil steil nach oben, ist aber trotzdem hoch frequentiert. Teilweise fast Stau.
Wir kommen oben zu den Grassi Lakes, die in faszinierenden Farben erstrahlen. Wir können uns gar nicht satt sehen.
Danach geht es in die Stadt zum Kaffee und Snack und zum Einkauf bevor es an unserer nächsten Station in Banff endet.
Erstes Frühstück im Camper, draußen ist es zwar nicht wirklich kalt aber sehr stürmisch.
Jochen hat seine Espresso Maschine mitgebracht und es gibt eine Runde Kaffee. Die Kaffeemenge muss sich noch etwas einpendeln, aber alle waren zufrieden.
Danach gab es eine Wanderung am Bow River entlang zum May Springs See.
Wir sind an einem Steg direkt am Wasser entlang gelaufen und haben Wildspuren und auch einen Bärentatzenabdruck gefunden.
Danach ging es zum Middle Lake und zurück zum Campingplatz.
Heute Abend ist Jochen unser Koch, er hat Holz organisiert und gestern wurde alles für Hamburger eingekauft. Das hat nicht so gut geklappt, das Holz hat schlecht gebrannt und stark geraucht, deshalb etwas wenig Hitze. Ich hab mit meinen Veggi Paddys irgendwann aufgegeben habe und zur Bratpfanne gewechselt, das ging schneller und wurde heißer.
Wir sind natürlich früh wach und schon ganz gespannt wie alles mit dem RV klappt. Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir noch etwas Zeit für‘s bloggen und daddeln, dann geht’s los zur RV Station.
Die Übergabe ist super entspannt, wir haben den Einführungsvideo schon zu Hause angeschaut, dann müssen nur die Ausweise geprüft werden und dann geht’s los mit der Kurzeinweisung. In ein paar m Minuten sind wir durch, dann noch die Schäden dokumentieren, da sind schon einige Schrammen am Auto, es ist halt schon sehr groß (9,10 m lang und auch ganz schön breit.
Heute geht’s los, wir treffen uns um 11:30 am Bahnhof für die Fahrt zum Flughafen
und dann geht’s von München über Toronto nach Calgary.
Die Zeit am Münchner Flughafen geht zügig vorbei, noch ein kleiner Snack und einen langen Spaziergang durch den Flughafen zum Aussenbereich. Die vielen Kontrollen sind auch überstanden, jetzt könnte es losgehen.