Tag 9: Jasper und Lake Pyramid

Heute war erst einmal House Keeping angesagt. Auf dem Campground gibt es leider nichts, nach Jasper sind es fast 6 km und am Empfang haben sie uns vor der Parksituation in Jasper gewarnt. Man sollte sehr früh aufstehen, damit man noch einen Parkplatz bekommt. Der Waschsalon öffnet aber erst um 9:00 und einzelne Personen möchten auch nicht so gerne für nichts früh aufstehen. Also gibt es ein gemütliches Frühstück um 8:00 und um kurz nach 9:00 geht es los. Wir fahren nur mit einem Monster und es stellt sich heraus, dass es ganz unproblematisch war sich auf dem RV Parkplatz zu stellen.

Der Waschsalon war riesig und hatte den großen Vorteil, dass es direkt darüber ein super Cafe gab, wo wir Cappuccini und Zimtschnecken genießen konnten, bis die Wäsche fertig war. Außerdem hatten wir Zeit für Status und Blog.

Nach einem kleinen Einkauf im Supermarkt und im Liquor Shop. Auch in Kanada gibt es den Alkohol nur in separaten Shops.

Historischer Zug

Wir fahren weiter und müssen wieder einmal einen Bahnübergang überqueren. Das ist jedes Mal wieder unglaublich wie lange die Güterzüge sind und wie oft sie fahren. Oft sind es zwei Loks vorne, einer in der Mitte und wieder 1-2 am Ende die den langen Zug voranschieben. Entsprechend lange wartet man am Übergang.

Nun geht es auf einer kurzen Fahrt zum Lake Pyramide. Wir gehen am Ufer entlang, genießen die Aussicht von den Red Chairs und besuchen eine kleine Insel, die früher für Feste genutzt wurde, dadurch aber fast zerstört und dann wieder renaturiert wurde.

Danach machen wir uns auf zu einer kleinen Rundwanderung. Hier ist es zum ersten Mal sehr ruhig, wir begegnen keiner Menschenseele. Auch Tiere bekommen wir (leider) nicht zu sehen, nur Kotspuren von Elchen und Bären fallen uns auf. Wir sind zwar keine Kotexperten, aber die KI hat die Bilder analysiert und uns das Ergebnis mitgeteilt. Um den Bären zu vertreiben hat Sabine immer ihr Glöckchen dabei, Jochen hat sein Bärenspray heute nicht dabei. Damit wir nicht ungeschützt sind, haben sie Lieder gesungen, da ich nicht musikalisch bin habe ich nicht mit eingestimmt.

Tag 8: Peyto Lake, Mistaya Canyon und Athabasca Gletscher

Heute Nacht haben wir an einen sehr einsamen Campground übernachtet. Ohne Rezeption, ohne Wasser, ohne Strom und natürlich ohne Internet seit den letzten 80 km und auch noch für die nächsten 150 km.

Heute Morgen sind wir nochmals 10 km zurück gefahren zum Peyto Lake, das hat sich super gelohnt.

Der See wird von den umliegenden Gletscherresten gespeist und bekommt so seine türkise Farbe.

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Tag 7: Lake Louise und Lake Moraine

Heute geht‘s zu den Seen Lake Louise und Lake Moraine, sicherlich auch wieder eine sehr touristische Veranstaltung. Wir haben ein Bus Ticket ab 9:40h, müssen aber noch ca 65 km fahren. Wir fahren ohne Frühstück los, damit wir etwas flexibler sind. 

Wir parken an der Seilbahnstation in einem abgetrennten Bereich für Leute mit Bustickets. Dort frühstücken wir erst einmal gemütlich und beenden unsere Blogeinträge von gestern. 

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Tag 6: Johnson Canyon

Heute geht es wieder mit dem Bus los. Frühstück gibt’s im Camper, heute Nacht war es frisch, da wollten alle mehr im warmen sitzen. Danach zur Bushaltestelle innerhalb des Campingplatzes, weil er so groß ist, dass man weit zum Eingang laufen müsste. Der Bus fährt bringt uns nach Banff von dort steigen wir in die Linie 9 um, die uns in einer guten halben Stunde zum Canyon bringt.

Zuerst dachten wir, wir kaufen das Ticket im Bus, bis Sabine registriert, dass andere mit einem Ticket herum laufen. Wir fragen nach und tatsächlich, es gibt einen Automaten.

Wir stellen uns an und verfolgen intensiv, wie die Leute vor uns Tickets kaufen. Es dauert lange und selbst für die, die es schon öfters gemacht haben ist es eine Challenge. Zum Glück kommt eine Hostess, die schon der Person vor uns hilft und bei mir weiter macht. 4 Tickets müssen einzeln gekauft und bezahlt werden, das dauert natürlich. Super günstig sind die Tickets, insbesondere wenn man über 65 ist.

Jetzt kommt die Prozedur für das einsteigen. Es wird eine ordentliche Schlange gebildet, die von der Hostess organisiert wird, dann wird mehrfach gezählt, wieviele schon da sind, dann werden die Tickets geprüft, dann dürfen wir einsteigen, damit du ihr Tickets vom Fahrer kontrolliert werden können. Dann wird wieder gezählt. Jetzt kann’s losgehen.

Am Canyon selbst hat es sehr gewuselt. Es gibt 3 Optionen für eine Wanderung, die sich nur durch die Länge unterscheiden, die unteren Wasserfälle mit 1,2 km, die oberen mit 2,5 km und die Ink Pots mit 5.5 km.

Wir laufen los auf einem schmalen Pfad in einer Schlange die sich nach oben bewegt. Den Photopoint bei den unteren Wasserfällen lassen wir aus, da stehen zu viele Leute an.

Danach wird es schon ruhiger und wir genießen den oberen Wasserfall. Aber bisher war es alles sehr kontrolliert, geteerte Wege mit Gitter links und rechts, das habe ich mir nicht als Kanada Nature vorgestellt. Wir entscheiden, dass wir weiterlaufen zu den Ink Pots.

Jetzt wird es wirklich ruhig, es sind deutlich weniger Wanderer unterwegs, der Weg ist ein Waldweg und wir haben schöne Ausblicke auf die Berge und den wilden Wald, wo die alten abgestorbenen Bäume kreuz und quer liegen und langsam vermodern.

Wir wissen nicht genau was die Ink Pots sind, sind aber je länger der Weg geht mehr gespannt, was uns erwartet. Zuerst sehen wir ein weites Flusstal, das sieht ganz nett aus, aber wir fragen uns wo die Pots sein sollen?

Dann sehen wir sie, es sind kleine Seen, die oberirdisch kaum vom Fluss gespeist werden, dafür drückt etwas Wasser mit Gesteinsmehl an einzelnen Stellen, wie ein kleiner Vulkan nach oben. Die Ink Pots bekommen ihre grüne und blaue Farbe von den Sedimenten.

Endlich kann ich auch mein Stoamandl bauen. Grüße an Ferdi, der gleichzeitig in den Alpen welche gebaut hat.

Dann geht es wieder an den Rückweg, der insgesamt schon sehr viel ruhiger ist. Den Bus zurück verpassen wir leider um ein paar Minuten, dann nutzen wir die Zeit für ein frühes Abendessen mit Fish & Chips. Jochen ist experimentierfreudig und trinkt ein Super Bitter Salted Watermelone Bier, es blieb bei einem. 🤣

Tag 5: Sulphur Mountain

Unser Campingplatz ist leider nur ohne Service (Strom, Wasser, Internet), das ist eine Herausforderung für uns und besonders für mich.

Also Handy und Uhr laden geht nur wenn der Generator des Autos läuft und der ist laut und darf nur morgens und abends für kurze Zeit verwendet werden. Aber heute Morgen bin ich früh aufgestanden und hab die Geräte im Waschhaus an eine Steckdose gehängt und draußen bei ersten Sonnenstrahlen gelesen, das war ganz schön frisch.

Tag 4: Grassi Lakes

Heute Nacht hat es richtig geschüttet, da fühlt man sich im Camper richtig wohl. Es gibt sehr viele Plätze die mit Zelten belegt sind. Aber heute morgen war schon fast alles wieder trocken und wir machen uns auf zu einer kleinen Wanderung.

Die Fahrt geht nach Canmore an einen Stausee. Das Parken mit unseren Campern ist eine kleine Herausforderung, aber bisher klappt es gut, auch wenn wir vorne und hinten oft herausstehen und meistens auch in der Breite den Nebenplatz mitbenutzen.

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Tag 3: Bow River Park

Erstes Frühstück im Camper, draußen ist es zwar nicht wirklich kalt aber sehr stürmisch. 

Jochen hat seine Espresso Maschine mitgebracht und es gibt eine Runde Kaffee. Die Kaffeemenge muss sich noch etwas einpendeln, aber alle waren zufrieden. 

Danach gab es eine Wanderung am Bow River entlang zum May Springs See. 

Wir sind an einem Steg direkt am Wasser entlang gelaufen und haben Wildspuren und auch einen Bärentatzenabdruck gefunden. 

Danach ging es zum Middle Lake und zurück zum Campingplatz. 

Heute Abend ist Jochen unser Koch, er hat Holz organisiert und gestern wurde alles für Hamburger eingekauft. Das hat nicht so gut geklappt, das Holz hat schlecht gebrannt und stark geraucht, deshalb etwas wenig Hitze. Ich hab mit meinen Veggi Paddys irgendwann aufgegeben habe und zur Bratpfanne gewechselt, das ging schneller und wurde heißer.

Tag 2: Übernahme Wohnmobil

Wir sind natürlich früh wach und schon ganz gespannt wie alles mit dem RV klappt. Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir noch etwas Zeit für‘s bloggen und daddeln, dann geht’s los zur RV Station.

Die Übergabe ist super entspannt, wir haben den Einführungsvideo schon zu Hause angeschaut, dann müssen nur die Ausweise geprüft werden und dann geht’s los mit der Kurzeinweisung. In ein paar m Minuten sind wir durch, dann noch die Schäden dokumentieren, da sind schon einige Schrammen am Auto, es ist halt schon sehr groß (9,10 m lang und auch ganz schön breit.

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Tag 1: Anreise

Heute geht’s los, wir treffen uns um 11:30 am Bahnhof für die Fahrt zum Flughafen

und dann geht’s von München über Toronto nach Calgary.

Die Zeit am Münchner Flughafen geht zügig vorbei, noch ein kleiner Snack und einen langen Spaziergang durch den Flughafen zum Aussenbereich. Die vielen Kontrollen sind auch überstanden, jetzt könnte es losgehen.

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Bald geht’s los

Diese Woche steht die Vorbereitung an, am Do. geht’s los von München nach Toronto und weiter nach Calgary.