Heute geht es wieder mit dem Bus los. Frühstück gibt’s im Camper, heute Nacht war es frisch, da wollten alle mehr im warmen sitzen. Danach zur Bushaltestelle innerhalb des Campingplatzes, weil er so groß ist, dass man weit zum Eingang laufen müsste. Der Bus fährt bringt uns nach Banff von dort steigen wir in die Linie 9 um, die uns in einer guten halben Stunde zum Canyon bringt.

Zuerst dachten wir, wir kaufen das Ticket im Bus, bis Sabine registriert, dass andere mit einem Ticket herum laufen. Wir fragen nach und tatsächlich, es gibt einen Automaten.
Wir stellen uns an und verfolgen intensiv, wie die Leute vor uns Tickets kaufen. Es dauert lange und selbst für die, die es schon öfters gemacht haben ist es eine Challenge. Zum Glück kommt eine Hostess, die schon der Person vor uns hilft und bei mir weiter macht. 4 Tickets müssen einzeln gekauft und bezahlt werden, das dauert natürlich. Super günstig sind die Tickets, insbesondere wenn man über 65 ist.
Jetzt kommt die Prozedur für das einsteigen. Es wird eine ordentliche Schlange gebildet, die von der Hostess organisiert wird, dann wird mehrfach gezählt, wieviele schon da sind, dann werden die Tickets geprüft, dann dürfen wir einsteigen, damit du ihr Tickets vom Fahrer kontrolliert werden können. Dann wird wieder gezählt. Jetzt kann’s losgehen.
Am Canyon selbst hat es sehr gewuselt. Es gibt 3 Optionen für eine Wanderung, die sich nur durch die Länge unterscheiden, die unteren Wasserfälle mit 1,2 km, die oberen mit 2,5 km und die Ink Pots mit 5.5 km.

Wir laufen los auf einem schmalen Pfad in einer Schlange die sich nach oben bewegt. Den Photopoint bei den unteren Wasserfällen lassen wir aus, da stehen zu viele Leute an.


Danach wird es schon ruhiger und wir genießen den oberen Wasserfall. Aber bisher war es alles sehr kontrolliert, geteerte Wege mit Gitter links und rechts, das habe ich mir nicht als Kanada Nature vorgestellt. Wir entscheiden, dass wir weiterlaufen zu den Ink Pots.
Jetzt wird es wirklich ruhig, es sind deutlich weniger Wanderer unterwegs, der Weg ist ein Waldweg und wir haben schöne Ausblicke auf die Berge und den wilden Wald, wo die alten abgestorbenen Bäume kreuz und quer liegen und langsam vermodern.


Wir wissen nicht genau was die Ink Pots sind, sind aber je länger der Weg geht mehr gespannt, was uns erwartet. Zuerst sehen wir ein weites Flusstal, das sieht ganz nett aus, aber wir fragen uns wo die Pots sein sollen?

Dann sehen wir sie, es sind kleine Seen, die oberirdisch kaum vom Fluss gespeist werden, dafür drückt etwas Wasser mit Gesteinsmehl an einzelnen Stellen, wie ein kleiner Vulkan nach oben. Die Ink Pots bekommen ihre grüne und blaue Farbe von den Sedimenten.


Endlich kann ich auch mein Stoamandl bauen. Grüße an Ferdi, der gleichzeitig in den Alpen welche gebaut hat.

Dann geht es wieder an den Rückweg, der insgesamt schon sehr viel ruhiger ist. Den Bus zurück verpassen wir leider um ein paar Minuten, dann nutzen wir die Zeit für ein frühes Abendessen mit Fish & Chips. Jochen ist experimentierfreudig und trinkt ein Super Bitter Salted Watermelone Bier, es blieb bei einem. 🤣


